The next Generation

- die Seiten der 2. Auflage der neuen Familie Niemeck!

 

 

19.07.2008
20:04
3520g
50cm

 

Hallo, da bin ich endlich !

Und bereit, Euch die Geschichte meiner Geburt zu erzählen:

Also,

die Mama war mit dem Papa im Spital zu einer Routinekontrolle, weil wir schon 6 Tage überfällig waren.
Und dann hat der diensthabende Arzt gemeint, ich hab eventuell nicht mehr genug Fruchtwasser und meine Plazenta ist ziemlich reif, was auch immer das heißt.
Also haben wir im Spital bleiben müssen, um mal zu schauen, wie man bei der Mama die Wehen in Schwung bringen kann.

Am ersten Tag hat die Mama dann gleich ein Propeesbändchen bekommen und hat dann bis am nächsten Tag in der Früh 20, 10, 5, 10 und wieder 20minütige Wehen gehabt, aber die haben irgendwie nicht so viel weitergebracht und ich, pfft, ich hab das doch leicht verkraftet.

Am zweiten Tag hat die Mama dann ein Zäpfchen bekommen, das hat zwar stärkere Wehen ausgelöst, aber die waren dann nicht mehr so oft, nur alle 15 Minuten ungefähr, und die haben irgendwie nicht so viel weitergebracht und ich, pfft, ich hab das doch leicht verkraftet.

Am dritten Tag haben sie die Mama in Ruhe gelassen, damit sie wieder Kräfte sammeln kann, sie hat nur so was Pflanzliches gekriegt, damit die Wehen nicht ganz einschlafen, also hat sie nur alle 30-45 Minuten Wehen gehabt, aber die haben irgendwie nicht so viel weitergebracht und ich, pfft, ich hab das doch leicht verkraftet.

Doch der Muttermund wollte und wollte nicht weiter aufgehen.
Aber ich, pfft, ich hab das doch alles leicht verkraftet, ich war ja immer unter Beaufsichtigung am CTG angehängt.

Am vierten Tag schließlich, das war ein Samstag, haben sie beschlossen, es ist jetzt alles weich und dehnbar genug geworden, dass ich es aufdrücken kann und haben die Mama dann an den echten Wehentropf gehängt, der der nicht nur die Wehentätigkeit unterstützt, sondern auch welche produziert.

Also ist die Mama am Tropf gehängt, war dann spazieren, oft am Klo, ist auch gelegen, weil sie schon ziemlich erschöpft war, aber das CTG hat gesagt, dass es mir gutgeht.

Nach der Badewanne, wo die Wehen dann stärker geworden sind, hat sich die Mama dann für eine PDA entschieden, weil sie ein bissi Pause gebraucht hat zum Kräfte tanken, damit sie mich dann besser rausquetschen kann.

Habt Ihr gewußt, dass bei einer PDA die Mama die Wehen leichter spürt, obwohl sie den Wehentropf wieder höher drehen, damit die Wehentätigkeit nicht aufhört?

 

Die PDA hat der Mama dann auch die ersehnte Pause gebracht, aber vorher hatte sie nach einiger Zeit wieder auf einer Seite schmerzhafte Wehen und dann mußte der Doktor die PDA ein bissi versetzen.

Also haben sie echt lang damit rumgetan, bis alles gepasst hat und das war echt gut so...

 

Weil ja nämlich bei der Mama nix gscheit weitergegangen ist, haben sie dann einen Ultraschall gemacht, aber ich war schon zu weit unten und der Doktor hat nur vermutet, dass ich nicht fertig rotiert hab und eventuell irgendwie am Schambein hänge.

Dann haben sie beschlossen, dass die Mama ein paar Übungen machen soll und wenn mich das in 2 Stunden nicht zum Fertigrotieren gebracht hat, machen sie einen gemütlichen Kaiserschnitt, haben sie gesagt.

Doch so weit ist´s nicht gekommen:

Ich sag´s Euch, oben haben die Wehen angedrückt und auf der Seite war´s hart und ich hab mich nicht mehr drehen können,

und ich, pfft, ich hab das dann doch nicht mehr so leicht verkraftet.

 

Sie haben dann meine Herztöne verloren und als sie sie wieder gefunden haben, waren die zu langsam.

Und dann sind alle nur mehr gelaufen.
Und haben alles aus dem kleinen, heimeligen Kreißsaal geworfen,
was nicht angenagelt war, auch den Papa.

Und weil sie sicher waren, dass mit der PDA von der Mama alles passt,
haben sie der Mama dann gleich dort den Bauch aufgeschnitten.

Und die Mama war froh, dass sie bei Bewußtsein war,
weil sie hat mich dann auch gleich schreien gehört.

(Wie das Ganze so für die Mama war, erzählt sie Euch lieber persönlich,
hat sie gemeint.)
 

Zum Glück ist es mir gutgegangen
und ich bin dann auch gleich zum Papa gekommen,
der war mit mir waschen und wiegen und messen und und und ...

... und dann haben wir gemeinsam auf die Mama gewartet
und dann haben wir viel Zeit für uns gehabt
und ich hab mir die 2 in aller Ruhe mal ganz genau anschauen können. 

 

Und weil wir viel Glück gehabt haben und Benjamin "der Glückssohn" heißt,
haben der Papa und die Mama beschlossen, dass ich Benjamin heißen soll.

 

Benjamin
männl.; hebräisch = Sohn der rechten (glücklichen) Seite,
Sohn/Kind des Glücks
;
Eine aus der Bibel abgeleitete Bedeutung ist „der Jüngste“,
da Benjamin der letzte der zwölf Söhne Jakobs war.
 
Namenstag:  19. Dezember oder 31. März
 
(aus Petra Belli - "Das Buch der schönsten Vornamen", Herkunft, Bedeutung...  und wikipedia)

 

 


Schauts mal, da bin ich noch keine Stunde alt.

 


Und da bin ich schon ungefähr 4 Wochen auf der Welt.
 

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