
“Für sie war eine tote Maus ein Jackpot, ein Touch-Down-Homerun und ein Gran Slam zusammengenommen. Trotzdem schenkte sie uns diese." (Paul Gallico)
"Er liebte Bücher
sehr, und wenn er eins aufgeschlagen auf einem Tisch fand, legte er sich darauf,
betrachtete die Seite aufmerksam und blätterte mit der Pfote weiter; das endete
damit, dass er einschlief, was jedoch für alle so aussah, als lese er einen
modernen Roman. "
(Theophile Gautier)
...Heute morgen betrachtete ich das
Dach deines Heims. Eine Katze kroch hinter den Blumenkästen entlang und
schlich hinter einer jungen Drossel her, die sich auf ein Knäuel von Tauen
gesetzt hatte. Mord glühte aus ihren Augen; die Lust, umzubringen, sprach aus
jedem zusammengekniffenen Muskel ihres Körpers. Als sie sich duckte, um
loszuspringen, lenkte das Schicksal, das sich der Schwachen gelegentlich wohl
auch einmal annimmt, ihre Aufmerksamkeit auf mich, und da erst wurde sie meiner
Gegenwart gewahr. Ich wirkte auf sie, wie eine himmlische Vision auf einen
Verbrecher in der Bibel wirkt. Im nächsten Augenblick war sie ein anderes
Geschöpf. Das gottlose Tier, das herumgeschlichen war, jemand zu suchen, den es
verschlinge, war wie weggeblasen. An seiner Statt saß da ein langschwänziger,
pelziger Engel, der mit einem Ausdruck zum Himmel aufblickte, der ein Drittel
Unschuld und zwei Drittel Bewunderung für die Schönheiten der Natur spiegelte.
Was sie da täte, wollte ich wissen? -Aber konnte ich denn nicht sehen,
dass sie da mit einem bisschen Erde spielte? So bösartig konnte ich doch wohl
nicht sein, anzunehmen, dass sie den lieben, kleinen Vogel da fressen wollte -
Gott behüte ihn!...
(Jerome K. Jerome: "Katzen haben Lebensart" )
Ich setzte mich in den Flur und ließ
beiläufig das Gatter aufschnappen. Courtney ging vorsichtig hinaus, während
Winston zuschaute.
Dann stand er plötzlich auf. Während ich versuchte, ganz lässig zu wirken,
beobachtete ich aus dem Augenwinkel, wie Winston zu Courtney hinspazierte und an
dem geöffneten Gatter schnüffelte. Natürlich bemerkte er auch den
Plastikbehälter mit Hühnchen, der in der Nähe stand. "Na, ich würde sagen,
dieses außergewöhnliche Verhalten verdient eine Belohnung," verkündete ich und
bot ihm ein Stück an. Dann langte ich hinüber und gab auch Courtney ein kleines
Stückchen. Courtney spazierte zum Ende des Flurs, neben den Eingang zum
Wohnzimmer und wartete. Es war, als wüßte sie, daß sie Winstons Erlaubnis
brauchte, um weiter in sein Revier vorzudringen. Winston näherte sich ihr. Ich
hielt dem Atem an und blieb völlig regungslos. Er stand Nase an Nase mit ihr,
dann streckte er die Zunge heraus und leckte ihr oben über den Kopf. Zufrieden
spazierte er dann aus dem Flur hinaus. Courtney blickte zunächst mich an und
dann Winston entschwindender Gestalt hinterher. "Na, geh schon, Courtney,"
lächelte ich. "Ich denke, er hat dir gerade seine Zustimmung gegeben."
(aus "Katzen auf der Couch - Winstons Spielzeug")
An einem Sonntag morgen gegen halb
acht genoß ich noch die dämmerigen letzten Phasen des Tiefschlafes, als das
Telefon mich weckte. "Hallo?" Ich meldete mich und versuchte, wacher zu klingen,
als ich eigentlich war. Wenn Klienten früh am Morgen anrufen, was häufiger
vorkommt, so scheint es ausgerechnet immer nach einer langen Nacht zu passieren.
Anscheinend sollte es mir nicht vergönnt sein, endlich einmal Schlaf
nachzuholen.
"Dr. Kramer hat mir gesagt, ich solle Sie wegen meiner Katze anrufen. Mein Name
ist Wendy Hearn."
Ich bezweifelte allerdings heftig, daß der Tierarzt ihr geraten hatte, mich
morgens um halb acht anzurufen. "Wie kann ich Ihnen helfen?", fragte ich sie,
während ich mir die Augen rieb und zu meinen eigenen beiden Katzen
hinüberblickte, die sehnsüchtig auf ihr Frühstück warteten. Der Schwanz meines
Hundes begann in froher Erwartung des morgendlichen Spazierganges auf den Boden
zu schlagen. Meine Tiere sind zwar höflich genug, mich morgens ausschlafen zu
lassen, sie wissen aber, daß ich ihnen meine Aufmerksamkeit schenke, sobald
meine Augen erst einmal geöffnet sind. Kommt es zum Augenkontakt, bin ich ihnen
ausgeliefert, und ein Anruf am frühen Morgen ist genau die Gelegenheit, auf die
meine Tiere warten. Der Wetterbericht vom Vorabend hatte vorausgesagt, daß die
heutige Hitze alle Rekorde brechen würde. Als ich aus dem Schlafzimmerfenster
blickte, bemerkte ich, daß bereits alles ausgedörrt wirkte. Das leise Summen der
Klimaanlage war deshalb außerordentlich beruhigend und lullte mich wieder in den
Schlaf. Ich bemerkte plötzlich, daß ich Mrs. Hearn nicht zuhörte und lenkte
meine Aufmerksamkeit wieder auf die Unterhaltung. ...
(aus "Katzen auf der Couch - Lebendige
Wände")
Die Katze lag auf
meinen Kleidern auf dem Tisch. Sie lag sehr gerne auf meinen Kleidern, auch
Perle und Tiger hatten das immer getan. Wenn ich etwas sagte, fing sie an zu
schnurren, manchmal genügte schon mein Blick, um sie dazu zu bringen.
(Marlen Haushofer)
Was soll das heißen - was
ich den ganzen Tag mache?
Ich mache nichts.
Und jetzt lassen Sie mich in Ruhe.
Ich muß nachdenken.
Es geht Sie überhaupt nichts an, worüber ich nachdenke.
Sie wären ja doch beleidigt.
(Karlheinz Dreyer)
Wie Kinder existieren Katzen auf einer
anderen und wahrscheinlich höheren Ebene als wir,
aber wie bei Kindern erklärt sich ihr Wesen zumindest teilweise aus ihrem
Verhältnis zu ihren Eltern. (Peter Gethers)
Die Katze ist das Tier, zu dem
sich Göttinnen, Dichter, Maler, Hexen, Zauberer und Kinder fasziniert
niederbeugen.
(Eugen Skasa-Weiß)
Das Schlimme an ihr ist: Wenn sie
etwas will, muß ich sofort zur Stelle sein und ihr jeden Wunsch von den Augen
ablesen; will ich einmal etwas, reagiert sie überhaupt nicht. Und auf die Dauer
trübt das natürlich unser Verhältnis.
(Werner Koch)

Katzenromane
2 ausgewählte Katzenkrimis:
Ruhe in Fetzen (engl. Originalversion: "Rest in Pieces") (Rita Mae &
Sneaky Pie Brown)
Einer von Mrs. Murphys Fällen
Felidae (Akif Pirincci)
der erste Roman der Felidae-Reihe mit Francis, dem schlauen Detektiv
Irmchen 1-4 (Alexander Conradt)
Die Abenteuer des mallorquinischen Katers,
seines Sohnes, seiner Enkeltochter und die der nächsten Generation
"Bartls
Abenteuer" (Marlen Haushofer)
Bartl besteht Abenteuer, Mutproben, Gefahren und Triumphe und wird der Held der
Katzenwelt und seiner Familie
"Alpha
- Gedanken einer Himmelskatze"
(Anneliese Durth)
Alpha erzählt von ihrem Leben, ihrem Tod, ihren Freunden und ihrer Familie
"Der
Kater, der aus dem Dschungel kam"
Bom Jesus streunt durch das brasilianische
Urwalddorf
Katzensachbücher
"Mit
Katzen leben" (Uschi Birr)
Was Katzen brauchen - wertvolle Tipps, wie man seine Katze noch zufriedener
machen kann
"Catwatching"
(Desmond Morris)
Über die Körpersprache der Katze
"Katzen
auf der Couch" (Pam Johnson)
Aus dem Tagebuch einer Katzenpsychologin - 13
spannende Fallgeschichten
"Katzen
lieben anders" (Jeffrey M. Masson)
Über das Gefühlsleben der Katzen
(im Zusammenhang mit den neuesten Erkenntnissen der Verhaltensforschung und der
Evolutionspsychologie)
Katzenkunst
"Zitatenschatz für Katzenfreunde" (Ulla Gast)
Volksmund, Aberglaube und Katzenfreunde kommen hier zu Wort
"Katzenalbum" (Hrg: Julia Bachstein)
berühmte Autoren über ihre liebsten Begleiter, dazu die schönsten Photos,
Zeichnungen und Bilder
"The
Cat in Photographie" (Sally Eauclaire)
Contemporary Cat Photographie
Kochen ist eine Kunst:
"Sneaky
Pies Katzenkochbuch" (Sneaky Pie und Rita Mae
Brown)
Lieblingsrezepte der Co-Autorin der Mrs. Murphy-Krimis
für Katzen, Hunde, Menschen, Pferde und Kaninchen